Ich mag nicht länger schweigen!!!

 

Protest ist angesagt!
Aber kaum einer klagt,
Lässt zu, dass Israel
Angreift den Gaza-Streifen,
Ein Blutbad stiftet schnell;
Sich "als Opfer begreifen"
Taugt als Entlastungs-Quell,
Indes die Pläne reifen:
Nur hier allein zu bleiben
All' Fremde zu vertreiben...
Ist objektiv kein Opfer-Land -
So lang so hochgerüstet -
Recht und Gesetz haben Bestand;
Allein sich rechtlos nistet
Ein - scheinbar gleichsam als Faustpfand -
Landraub - von der UN gebannt.

 

  Genannt die Terroristen:
Abschießen sie Raketen -
Zufällig treffen s' - brüsten,
Als wenn alle treffen täten,
Sich, leugenen frank und frei -
Trotz Chaos ringsumher -
Rechtsgrund für Israel!
Erstarkt ist die Angst schnell;
In Nachbarorten drückt sie schwer!
Frieden endlich einkehr,
Eintrockne Waffenquell! -
Nur noch vermag's der HERR! 
 

 

  

Drittgrößter Waffenexporteur

Leos sind ne gute Ware,
in Nahost drum sehr begehrt:
eindrucksvolle offenbare
Waffen die Technik beschert.

Krauss Maffei - so heißt der Laden,
der die Wummis produziert -
allzu oft zum Friedens-Schaden
in Arabien eingeführt.

Heckler und Koch auch versenden
Kleinwaffen in aller Welt:
Sie sind prächtig zu verwenden,
wann mal jemand nicht gefällt.

Der Verein, der soll's beäugen
Bundessicherheitsrat heißt:
genehmigt geheim in Schweigen,
doch "Bedenken" hat er meist.

Keiner, der das kontrolliert,
was wohin wird ausgeführt,
weil die Öffentlichkeit später -
ein Jahr drauf - wird informiert.

Deutschland ist Weltmeister

Mit einer 19 auf dem Rücken Ganz heiß hat ihn der Löw gemacht;
Aufläuft er kurz vor Endspiel-End; Öffentlich: Fan-Augen berücken
Riesig wird er sich heute schmücken, Torwärts den Ball mit Wucht und Macht
Ist er doch Messi-Konkurrent: Zielt er ins linke Eck hinein -
Oft half den Ball ins Tor schon drücken... Erfolg: Weltmeister sein!

(13.07.2014: Mario Götze)

Fastenzeitvorschläge

Es wäre schön, wenn jedermann ein bisschen Zeit erübrigen kann 

grad jetzt in der Vorosterzeit, wo man zu Gutem ist bereit,
kommt solch ein Anstoß ganz gelegen, man muss den Vorschlag nur auch mögen:

1. Viel Schulkinder gibt es, die kaum sich leistungsmäßig schaffen Raum,
und Nachhilfe, die kostet Geld, was meist den Eltern nicht gefällt.
Ein großer Teil der Kinder bleibt schulisch zurück, weil keiner treibt.
Dabei sind sie weiß Gott nicht dumm, das Sprachvermögen fehlt meist, drum
sie brauchten einen Wahlverwandten, ob "Opa", "Oma", "Onkel", "Tanten",
die sich persönlich darum kümmern, nen guten Schulabschluss zu zimmern.
Wenn man mal in ner Schule fragt, dann kriegt man schnell so'n Fall gesagt.

2. Kaum sind die Menschen heut bekannt mit Nachbarn, obwohl Wand an Wand
sie leben, kann's passieren, dass der eine Nachbar plötzlich blass
vor einem Schicksalsschlage steht, der andere braucht nen Freund, der rät,
und dritte haben Kind und Frau, bei denen herrscht täglich Radau;
's kommt sogar vor, dass nebenan ein Toter lange liegen kann,
bis die Geruchsbelästigung die Nachbarn schließlich bringt in Schwung.
Dagegen lässt sich etwas machen. Zwar solln nicht alle Menschen lachen,
aber die Nachbarn mal besuchen, das lässt sich als Erfolg verbuchen:
Man stellt sich vor als Nachbarschaft und bietet an spezielle Kraft -
ob schreiben, lesen oder sprechen, ob handwerklich Geschick zum Brechen,
zum Bauen oder Repariern - man soll die Hilfsbereitschaft spürn.
Wenn mal der Nachbar solches braucht, statt dass darob der Kopf ihm raucht,
kann er getrost zum Nachbarn gehen und die Problemlage gestehen.
So lernt man sich am Ende kennen und wird nicht bloß nen Gruß sich gönnen!

3. Wenn man zwar Zeit verschenken will, die Vorschläg aber findet Müll,
dann gibt's Vereine überall, die freuen sich auf jeden Fall,
wenn jemand sich zum Dienst anbietet und dafür nicht sein will vergütet.
Die Städte und jeglich Gemeinde, die schätzen ehrenamtlich Freunde:
So viele Menschen gibt's zurzeit, die leiden an der Einsamkeit,
sind aber eigentlich gesund, beweglich, geistig regsam und
nur fehlt der Anlass ihnen grad zu finden ihren richt'gen Pfad.

Die Osterzeit dazu bestimmt, dass jedermann und  -frau sich nimmt
als gute Tat vor, in Freizeit, für sozial Einsatzfähigkeit.

Darf ich von meinen Kindern Dankbarkeit erwarten?

Wir haben zwei Söhne (41 u. 43), die beide verheiratet sind und Kinder haben. Sie wohnen so weit entfernt, dass nur Wochenenden oder sogar verlängerte Wochenenden als Besuchsgelegenheiten in Frage kommen; da sie beide beruflich sehr eingespannt sind, können sie es nur selten einrichten und wir bekommen unsere Enkelkindern daher nur in großen Abständen zu sehen.

Wir sind der Überzeugung, dass uns Eltern die Kinder nur geliehen sind; wir haben die Verpflichtung, mit dieser lebendigen Leihgabe sorgsam umzugehen. So lange uns die Kinder anvertraut sind, haben wir die Verantwortung, ihnen bei ihrer Entwicklung helfend und ratend zur Seite zu stehen, aber sie auch schrittweise in die Selbständigkeit zu entlassen. Wir haben dieser Überzeugung durch ein Fest für jeden der beiden nach ihrem Schulabschluss Ausdruck verliehen: Entlassung der Kinder aus der elterlichen Fürsorge. Nur wir vier waren dabei, wir Eltern hielten eine kleine Ansprache und erteilten unseren Segen, und die beiden standen vor einem neuen Lebensabschnitt (Zivildienst und Studium).

Natürlich können wir die Sorge für unsere Kinder und die Verantwortung, ihnen in Not zur Seite zu stehen und nach Kräften zu helfen, nicht ablegen, aber ihre lebensbestimmenden Entscheidungen treffen sie autonom, wenn wir ihnen auch unsere Meinung nicht verschweigen.

Aus all dem folgt: wir kämen nie auf den Gedanken, Dank zu erwarten. Dank als Schuld macht unfrei, und wenn wir keinen Dank erwarten und alles für die Söhne Geleistete als notwendige Investition in gesellschaftliche Zukunft – und in unsere lebendige Leihgabe – betrachten, fühlen wir uns viel beschenkter und reicher, wenn uns auch jetzt noch Wertschätzung und Zuneigung zuteil wird. Zudem: in Familien wird immer wieder vergessen, dass man sich Verwandte nicht aussuchen kann; weder die Kinder ihre Eltern, noch die Eltern ihre Kinder. Es ist ein Glücksfall, wenn man sich in der Familie versteht.

Ich habe in der Sprechstunde oft die Verzweiflung von jungen Menschen gespürt, deren Eltern die monatliche finanzielle Zuwendung mit der Erwartung verbanden, dass diese ihren monatlichen Unterhalt zu Hause entgegennehmen. Absprachen über Dauer und Höhe einer geldlichen monatlichen Unterstützung zur Ausbildung ist sicher sinnvoll, aber diese Absprachen müssen von Vertrauen getragen sein und dürfen nicht mit Bedingungen, die auf die Beziehungen zielen, verabredet werden. Geld darf nicht zur goldenen Kette werden und nicht die Würde der jungen Erwachsenen verletzen. Sie haben i.d. R. selbst den Ehrgeiz, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. Daher sollte man keine Art der Zuwendung – am wenigsten Geld – mit der Erwartung von Dank verbinden.
Der Anlass, diese Überlegungen von 2005 wieder aufzugreifen, ergibt sich durch ein unsägliches Urteil des BGH, der einen Sohn zur finanziellen Unterstützung bei den Pflegekosten seines Vaters verpflichtet, obwohl ihn dieser quasi enterbt und Jahrzehnte lang regelrecht gemieden hat. Es gibt wohl kaum einen schwerwiegenderen Grund für den Sohn eines solchen Vaters, als den Gedanken an eine Unterstützung weit von sich zu weisen. Die Frage drängt sich auf, ob die Richter am BGH selber Eltern sind oder waren.
Ich denke, vielmehr hätten die Richter den Fall zum Anlass nehmen sollen, ihn mit dem Hinweis auf den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes an das BVG nach Karlsruhe weiter zu verweisen: es ist doch ein gesellschaftlicher Skandal, dass die Solidargemeinschaft auf diese Weise die Familie in doppelter Weise bestraft.
Die Eltern nehmen im Alter Einbußen ihrer Rentenansprüche in Kauf, und die Kinder, die sie unter Zurückstellung vieler Annehmlichkeiten gefördert, unterstützt und gemäß ihrer elterlichen Pflicht zu nützlichen Gliedern der Gesellschaft erzogen haben, werden mit dem Problem pflegebedürftiger Eltern in vielfältiger Weise alleingelassen. Und nun höchstrichterlich verdonnert, für die Pflegekosten nach dem Tode der Eltern mit zu haften. Ich finde es bemerkenswert und es macht mich nachdenklich, dass alle Kommentare, die mir bisher in den Medien bekannt wurden, diesen familienfeindlichen Aspekt in dem Urteil vernachlässigen oder ignorieren.