Ökologie

Ich bin ein leidenschaftlicher Fahrradfahrer, trage auch aus Überzeugung einen Helm und wünsche mir, dass innerstädtische Wege möglichst grundsätzlich entweder mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr absolviert werden. Dies würde der Luft gut tun und natürlich auch der körperlichen Fitness zugutekommen. Ich beobachte mich dabei, wie ich böse und ärgerlich reagiere, wenn ich erlebe, wie Menschen völlig überflüssig ihren Motor laufen lassen, während sie entweder am Steuer oder auf dem Beifahrersitz auf einen Einkäufer warten oder ein längeres Telefongespräch mit ihrem Handy abwickeln. Messungen haben ergeben, dass die Schadstoffmengen bei Leerlauf des Motors höher sind, als beim fahren über die Landstraße.
Ich hoffe darauf, dass bei der Bundestagswahl Parteien gewählt werden, die sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst sind und somit auf folgende Maßnahmen hinwirken werden:
1. : auf allen Autobahnen der Bundesrepublik sollte ein generelles Tempolimit von 120 km/h eingeführt und kontrolliert werden.
2. : der gerade öffentlich gewordene Skandal um die private Nutzung von Dienstwagen durch politische Amtsträger (Ulla Schmidt in Spanien) macht es dringend erforderlich, die Anschaffung und Verwendung von Dienstwagen steuerlich nicht mehr zu subventionieren. Zudem träfe eine solche Maßnahme ohnehin überwiegend besser verdienende Steuerbürger.
3.: alle umweltverträglichen Energie-Träger sollten mit hoher Priorität gefördert werden. Das bedeutet gerade nicht, dass die Kernenergie weiterhin als Energieträger eingesetzt wird; vielmehr sollte weltweit daraufhin gewirkt werden, die in jedem Land vorhandenen alternativen Ressourcen anstatt Kohle, Öl, Gas und Kernbrennstoffe für die Energiegewinnung zu nutzen: das bedeutet allerdings auch nicht das Aufstauen von Flüssen, oder sonstiger Maßnahmen, deren Schäden für Mensch und Umwelt schwer abschätzbar sind, sondern vor allem Sonnenenergie, die voraussichtlich in unbegrenzter Menge auf Jahrhunderte zur Verfügung steht.
4.: die Parteien sollten zu einer Intensivierung ihrer Jugendarbeit aufgefordert werden; so könnte ein Gegengewicht gegen die derzeitige intensive NPD-Jugendarbeit geschaffen werden; und Kinder und Jugendliche würden stärker als bisher mit umweltpolitischen Fragen vertraut gemacht und könnten so zu künftig verantwortlichen Staatsbürgern herangezogen werden.
Bundestagswahlen stehen in genau zwei Monaten an. Ich rufe jeden auf, der oder die diesen Blog besucht, bei der Wahl diese Aspekte zu berücksichtigen und die Kandidaten nach ihrer Meinung dazu zu fragen. Nur wenn alle ihrer Verantwortung für unser Gemeinwesen gerecht werden und zur Wahl gehen, kann die derzeitige Krise überwunden werden.

Anmerkungen zu L´Aquila

Die Kanzlerin geriert sich weltweit offen,
Ja, aufdringlich als Ökologie-Fan;
sie lässt fürs Weltklima das Beste hoffen,
jedoch: Gilt innenpolitisch ihr “Yes, we can”?

Da werden große Autos steuerlich gestützt -
Sie selbst macht davon ständigen Gebrauch -
denn die Berufs-Kraftfahrer werden so geschützt
und selbst die kleinste Uni nützt das auch.

Kein Mensch sieht ein Problem darin zu warten
im Auto und mit laufendem Motor,
doch ausmachen den Motor, neu zu starten
statt einfach Luft verpesten, kommt nicht vor!

Noch immer werden Raser-Autos konstruiert
und Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen,
die ist erlaubt, damit ein jeder spürt:
die BRD schreibt Rasen auf die Fahnen.

Die Energie-Sparwelle ist noch klein,
Klein auch Ideen von Nachhaltigkeit:
den Auto- und Strombossen leuchtets (noch nicht) ein,
und jeder setzt auf Profit und auf Zeit.

Dabei trifft Unwetter in voller Härte
und Überschwemmung immer häufiger ein,
und wo auch immer es das Land verheerte -
es trifft kaum die Verursacher – gemein!

Verödung und Verkarstung und Verwüstung
sind nur für arme Länder ein Problem:
Sie haben nicht die Technik und Ausrüstung
und leiden unter Geldmangel extrem.

Warum nur fehlt bei Reichen das Bewusstsein,
dass ihnen Reichtum eine Chance gibt
zum sozial handeln; doch ist eine Brust klein,
dann ist die teuere SchönheitsOP mehr beliebt.

Man könnte doch das Steuerprinzip ändern
und wie in Holland allen Wertbesitz
besteuern, und dies tun in allen Ländern,
dann wäre Kapitalflucht nichts mehr nütz.

Es mache jeder Staatsbürger Gebrauch
von seinem Wahlrecht, in der Wahlkabine
kann man den Wahlzettel durchstreichen auch,
wenn einem niemand wählbar hier erschiene.

Vielleicht kann mal ein Traum Wirklichkeit werden:
die Menschen schauen über´n Tellerrand
und äußern offen und weltweit Beschwerden,
doch nehmen Lösungen selbst friedlich in die Hand.

Ein Limerick als Einstieg

Meint Demokratie der Iran,
geht doch die Wahl streng nach Plan:
Präsident-Kandidat
heißt Ahmadinedschat
Was schert Khamenei denn der Volk-Wahn?