Gefährdet Wissen den Glauben?

Lieber Freund,
ich habe mich häufig mit dir unterhalten und du hast mich immer wieder durch dein breites Interessen-Spektrum verblüfft. Du legst immer großen Wert auf Beweisbarkeit. Da wir beide gläubige Menschen sind, diskutieren wir auch über die historischen Fakten, die diesen Glauben stützen. Dabei fällt mir eine merkwürdige Verbindung zwischen Glauben und Wissen auf. Ich habe den Eindruck, als stünden bei dir Glauben und Wissen in einem für mich unheimlichen Verhältnis: wenn Du zum Beispiel weißt, dass die Schöpfung mit dem Urknall begonnen hat und die Evolution keinen Platz für Gott vorsieht, dann verringert das entscheidend deinen Glauben: die ersten Kapitel in der Bibel erzählen etwas von sieben Tagen der Schöpfung und einer von Gott bestimmten Reihenfolge. Viele nicht Gläubige leiten schon von diesem Widerspruch ihre Meinung ab, dass Gläubige ein wenig naiv und rückschrittlich seien.  Ein zweites Beispiel: das erste Mose-Buch der Bibel enthält auch eine Erzählung über die so genannte Sintflut. Neuere Forschungen belegen in der Tat eine Katastrophe, die mit gewaltigen Überschwemmungen im Mittelmeerraum verbunden war. Und schon ist auch diese biblische Erzählung Makulatur. Wenn man dem weit verbreiteten Denken folgt, das auch deine Position bestimmt.
Nun wäre es ja schlimm, wenn man durch wissenschaftliche Erkenntnisse seinen biblischen Glauben verlöre. Und gerade der jetzige Papst Benedikt XVI wirbt leidenschaftlich dafür, dass Vernunft und Glaube nebeneinander bestehen können. Weder die Schriften des Alten Testaments noch die des Neuen Testaments dürfen als Geschichtsbücher gelesen werden. Bestenfalls gibt es geschichtlich verbürgte Spuren, die auf die Quellen der biblischen Geschichten verweisen. Jede dieser Geschichten enthält einen Hinweis auf Erfahrungen von Menschen mit Gott; dieser Aspekt macht ihren Wahrheitsgehalt aus. Die Menschen im vorderen Orient haben auch heute noch die Neigung, Geschichten zu erzählen, wenn sie etwas Erfahrenes klarmachen wollen. (Rafik Schami bietet dafür einen überzeugenden Beleg).
Wenn also wir Heutigen von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus biblischer Zeit erfahren, dann hat das sicherlich nichts mit dem Zeugnis der Bibel zu tun. Daraus folgt, dass wir bis heute darum ringen, was uns denn die biblischen Erzählungen zu sagen haben. Ich meine, es zieht sich wie ein roter Faden die Botschaft hindurch: wie Gott uns führt, wenn er uns führt, ist für uns unverständlich. Das war auch wohl der Grund für eine ältere Freundin, als Lebensmotto zu sagen: Gott, ich verstehe dich nicht, aber ich vertraue dir!
Du wirst sicherlich Freundschaft und Liebe niemals beweisen können. Das ist auch gut so. Ob es einen Gott gibt, ob er in Jesus Mensch geworden ist, wird sicherlich immer unbeweisbar bleiben. Immer werden Menschen die Zeugen für Gottes Wirken in der Welt von heute sein, und immer wird ihre Botschaft von einem Akt des Vertrauens getragen sein.
Ich kann dir nicht beweisen, was ich glaube, aber wenn ich dir etwas bedeute, dann ist dir mein Glaube nicht gleichgültig.
Und dennoch können wir beide uns vollkommen einig sein über wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Gültigkeit. Somit beeinflussen Glaube und Wissen sich nicht gegenseitig; vielmehr begegnen sie sich hoffentlich immer mit Respekt, gegenseitiger Achtung und Toleranz.
Ich freue mich auf das nächste Gespräch mit dir
herzlich grüßt
Eberhard

Bundesverfassungesgericht

Bei Gott! Eine Säule der Demokratie!
Unangefochten jedoch war es nie!
Nimmt Stellung bis heute zu jedem Gesetz,
Das möglicherweis die Verfassung verletz.
Ein jeder Bürger es anrufen kann,
Soweit es begründet hat Frau oder Mann.
Vor ihm nur das Grundgesetz hat Bestand:
Es reicht ihm die hermeneutische Hand.
Reicht in den Anfang des Staates zurück -
Folianten von ihm sind meterdick -
Angesichts einer förmlichen Flut
Sorgt sich so mancher: das ist nicht gut!
So kann aktuell kein Gesetz bestehen
Und immer öfter ist es geschehen:
Nach seinem Urteil Gesetze sind nötig.
Ganz anders die Bundesrichter sind tätig,
Sei ein Gesetz nicht verfassungskonform,
Geben sogar sie Verbesserungsnorm!
Eigen ihr Urteil ist, unabhängig,
Reden und Schreiben ist spröde, kaum gängig!
In den Parteien oft hört man das Wort:
Chance zur Gesetzgebung? Nur noch dort!
Hoch ist zu preisen dennoch das Gericht!
Tatkräftig verteidigt´s Verfassungsgewicht!

Unterschiede evangelisch-katholisch

Gemeinhin hört man Stereotypen, wenn man mal über dieses Thema ins Gespräch kommt: die Katholiken beten Maria an und müssen sonntags in die Messe, Protestanten dagegen können am Sonntag im Bett bleiben und sind sehr viel demokratischer organisiert: Sie haben keinen Papst, stattdessen einzelne Gemeinden. Auch wenn man zufällig die Kontroversen in den Medien verfolgt, werden in der Regel nur zwei Aspekte angesprochen: protestantische Pfarrer dürfen heiraten, katholische Priester dagegen müssen ehelos bleiben. Zum Abendmahl im evangelischen Gottesdienst ist jeder Christ eingeladen, zur Eucharistiefeier in der katholischen Messe sind nur Katholiken zugelassen. Begründet wird dies mit dem unterschiedlichen Abendmahlverständnis zwischen Katholiken und Protestanten (nach katholischem Verständnis werden Brot und Wein in der Eucharistiefeier tatsächlich zu Leib und Blut Jesu; die Protestanten glauben an einen symbolischen Akt, an ein Erinnerungsmahl) und mit dem unterschiedlichen Amtsverständnis (katholische Priester führen ihr Amt in ununterbrochener Folge auf die Apostel zurück und werden vom Bischof eingesetzt, während evangelische Pfarrer von der Gemeinde gewählt werden können). Und fast jeder weiß – auch dafür haben die Medien gesorgt – dass die katholische Kirche “künstliche Mittel der Empfängnisverhütung” ablehnt.
Ein wesentlich tiefergehender Aspekt der Unterscheidung trifft das Gemeindeverständnis der beiden Konfessionen: Protestanten stehen mit ihrer Glaubensüberzeugung direkt dem dreieinigen Gott gegenüber, von dem sie glauben mit der Taufe angenommen zu sein, während Katholiken eingebunden sind in ein System von Mitverantwortung und Solidarität: die gemeindliche Fürbitte hat einen hohen Rang und ebenso wichtig sind Jesu Mutter und Heilige, ggf. auch Namenspatronen als Fürsprecher vor dem Thron des dreieinigen Gottes. Allerdings würde Luther – der Reformator – sehr unglücklich sein, wenn er sähe, wie gering der Gottesdienstbesuch evangelischer Christen am Sonntag ausfällt und wie wenig evangelische Christen von der Beichte, die es auch in der evangelischen Konfession gibt, Gebrauch machen! Zwar geht auch die Zahl der Gottesdienstbesucher unter den Katholiken zurück, aber die Tradition oder Gewohnheit versammelt die Überzeugten doch jeden Sonntag in der Messfeier. Auch die Anzahl der Sakramente in den beiden Konfessionen ist unterschiedlich: evangelische Christen kennen Taufe und Abendmahl (nur diese Sakramente hat Jesus nach biblischem Zeugnis selbst eingesetzt), während die Zahl der Sakramente sich wie ein roter Faden durch das Leben katholischer Christen zieht: Taufe,  Firmung, Eucharistie (Abendmahl), Ehe, Weihe (zum Diakon, Priester, Bischof), Beichte und Krankensalbung. Die katholische Kirche kennt noch eine besondere Art der Gebetsmeditation: das “Gegrüßet-seist-du-Maria”, wofür manche katholischen Christen eine Perlenkette (den so genannten “Rosenkranz”) bei sich tragen, um die einzelnen Perlen bei jedem Gebetsteil durch die Finger gleiten zu lassen.
Das “Bodenpersonal” Christi kann in beiden Konfessionen vorbildhaft oder überaus menschlich sein; auch Erfahrungen mit Willkür und Engstirnigkeit machen vor keiner Kirche halt. In diesem Punkt sind sich die beiden Konfessionen sicherlich gleich.
Ich habe diesen Text geschrieben, weil ich bedaure, dass Konfession und Religion vielen Menschen gleichgültig sind.

Was eine Familie zusammenhält

Als fünffacher Großvater habe ich schon einige Erfahrung – erst als Familienvater, dann als Großvater. Auch in unserer Familie gab es bereits das Problem: Den Kindern und dem Partner gleichermaßen gerecht werden. Nichts ist verhängnisvoller, als wenn die Partner sich wechselseitig darauf verlassen, dass die gegenseitige Solidarität verlässlich ist, ohne dass sie etwas gezielt dafür tun. Und die Gefahr ist groß, dass alle Zeit und Kraft in die Kinder investiert wird. Ja, es soll sogar vorkommen, dass Kinder als Bindemittel der Partnerschaft missbraucht werden.
Dabei erweist es sich als überaus segensreich, wenn Zeit für die Kinder mit ihnen verabredet wird: das heißt zum Beispiel: wenn die Eltern miteinander sprechen, dann haben die Kinder Pause; das durchzusetzen, erfordert Kraft und Konsequenz, aber wenn die Kinder es begriffen haben, richten sie sich danach. Die Verabredung, wann die Eltern ihren Kindern Gehör schenken, muss dann allerdings für die Eltern verbindlich sein. Beiseite schieben lassen sich die Kinder nicht.
Ebenso lassen sich Abgrenzungen verabreden, die Arbeit und Spiel voneinander unterscheiden: wenn Vater oder Mutter arbeitet oder für sich tätig oder mit einem anderen Erwachsenen im Gespräch befindlich ist, dann muss mit dem Kind verabredet werden, wann Vater oder Mutter zum Spielen oder zum Schmusen bereit sind.
Verabredungen sind auch in anderen Richtungen empfehlenswert: was Vater oder Mutter gehört, ist für das Kind tabu. Solche Verabredungen lassen sich leicht begründen, wenn sie wechselseitig eingehalten werden. Beispiel: Mutter oder Vater gehen nicht ohne Erlaubnis des Kindes an seine Spielsachen, also geht auch das Kind nicht an den Laptop des Vaters.
Die wichtigste und zugegebenermaßen schwierigste Verabredung ist die fester Tageszeiten. Ich halte viel davon, dass wenigstens eine Mahlzeit am Tag gemeinsam eingenommen wird. Das lässt sich so begründen, dass ja meist die Eltern arbeiten müssen und so diese Mahlzeit zum gemeinsamen Treffpunkt wird, wo man sich erzählen kann, was man erlebt hat. Das führt auch gleichzeitig dazu, dass die Kinder in die gemeinsame Sprache hineinwachsen. Dieses Gespräch bei der gemeinsamen Mahlzeit ist ein kostbares Gut und sollte auch zum gegenseitigen Anteil-nehmen genutzt werden.
Ebenso wichtig ist die Verabredung, wann abends ins Bett gegangen wird: am besten ist es, wenn man nach dem Sandmännchen das Kind ins Bett bringt. Diese Gewohnheit muss aufgebaut und konsequent durchgehalten werden. Wenn dann am Bett auch noch vorgelesen und gebetet wird, ergibt sich ein schönes und sehr intensives Zusammensein zwischen Eltern und Kind. Natürlich sollten Vater und Mutter gemeinsam für dieses Ritual verantwortlich sein. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, Missverständnisse oder Verärgerungen oder Missstimmungen auszuräumen und sich gegebenenfalls wechselseitig zu entschuldigen, wenn das zur Lösung aktueller Spannungen dient. Wenn dann das Kind abends trödelt mit dem Zu-Bett-gehen oder wenn aus besonderen Umständen (längere Besuchsfahrten) die Schlafenszeit nicht eingehalten werden kann, dann muss vielleicht das Ritual verkürzt oder gestrichen werden. Ansonsten muss es verlässlich stattfinden.
Wenn solche Verabredungen aufgebaut und zu Gewohnheiten werden, dann verringert sich der Stress mit den Kindern erheblich; die Eltern müssen sich aber ebenso wie die Kinder diesen Gewohnheiten beugen und sich für ihre Durchsetzung regelmäßig verantwortlich wissen und solche Termine besonders heilig halten.
Die Kinder betrachten sich bis zum sechsten, manchmal sogar bis zum achten Lebensjahr als das Zentrum, um das sich alles drehen muss, und es ist sehr wichtig, ihnen Regeln zu setzen und diese Regeln auch selbst zu befolgen. Ich betrachte Kinder als Gottesgeschenk, uns ans Herz gelegt, damit wir uns für sie verantwortlich wissen, sie aber auch je nach erreichter Reife loslassen lernen: wir sollen die Fähigkeiten und Talente zur Entfaltung bringen, uns aber immer bewusst sein, dass die Kinder eigenständige Persönlichkeit sind und uns nur für eine bestimmte Zeit anvertraut. Wann und wie viel Verantwortung man einem Kind/Jugendlichen zutraut, sollte unter den Eltern abgesprochen werden; die Gefahr besteht, dass Kinder überfordert werden, wenn sie zum Beispiel Entscheidungen über Urlaubsziele oder über tägliche Mahlzeiten oder über ihre Schulwahl treffen sollen. Wenn all dies geklärt ist…
Dann kann man auch Zeit und Kraft in die Partnerschaftspflege investieren. Was ist damit gemeint? Zunächst mal muss zwischen Ehepartnern verabredet werden, wer für welche alltäglichen Pflichten im Haushalt verantwortlich ist, ohne dass sie ständig eingefordert werden müssen. Natürlich ist es schön, wenn man ab und zu dem Partner ein Lob oder eine Anerkennung für die zuverlässige Einhaltung seiner Aufgaben gönnt; aber das Verhältnis der Belastung zwischen beiden sollte nach Möglichkeit ausgewogen sein. Nichts ist so konfliktträchtig wie Auseinandersetzungen über alltägliche Aufgaben. Sodann sollten die Partner sich hin und wieder besondere Zeichen für ihre gegenseitige Wertschätzung einfallen lassen: ein Blumenstrauß, ein Liebesbrief, ein hübsches kleines Geschenk oder Ähnliches.
Ein weiterer Stein des Anstoßes ist erfahrungsgemäß das Geld: jeder Ehepartner, der ein Gehalt bezieht, muss auch ein eigenes Konto haben; und selbst wenn nur ein Partner ein Gehalt erarbeitet oder Honorar bezieht, ist es ratsam, zwei Konten zu führen, wobei verabredet werden sollte, wie das verfügbare Geld auf die Konten verteilt wird. Beide sollten verfügungsberechtigt sein und gemeinsam verabreden, wie es ausgegeben wird. Dabei ist es ratsam, ein Haushaltsbuch zu führen, damit die Ausgaben der Familie durchschaubar werden. Nichts ist schlimmer und entwürdigender als wenn ein Partner ständig um Geld betteln muss. Respekt und Achtung vor der Würde des Partners wird die rechte Entscheidung im Alltag erleichtern.
Neben dem Alltag und im Beruf muss es auch Feste und Feiern geben: dazu bieten sich natürliche Einschnitte im Jahr an: die Halbjahreszeugnisse der Kinder sind ein willkommener Anlass zu feiern (die Noten sollten nicht kommentiert werden; die Kinder wissen selbst, wo sie arbeiten müssen und was ihnen gelungen ist). Die Familie freut sich über eine Lebensetappe und jeder hat einen Wunsch frei, der an diesem Tag nach Möglichkeit und nach Maßgabe der verfügbaren Haushaltsmittel erfüllt wird. Außerdem gibt es noch die Gedenktage: Geburtstage, Hochzeits-Tage, gegebenenfalls Namenstage, die durch Vorschläge aller Familienmitglieder gestaltet werden und in sehr angenehmer Weise das Alltagsleben unterbrechen und strukturieren. Schon das Planen und Geschenke-überlegen löst eine Vorfreude auf den Festtag aus. Gemeinsam geplant werden sollten auch die Ferien, auch das eine Frage des Budgets…
(Anlass für diesen Text waren und sind Nachrichten über Familientragödien und Ehescheidungen; meine Frau und ich haben mehrere “Paten-Familien”, mit denen wir eng befreundet sind und die des Öfteren unseren Rat suchen. Ich könnte mir vorstellen, dass durch solche Patenschaften die Anzahl der Scheidungen zurückgehen könnten. Es käme auf den Versuch an.)

Genosse Trend

Genosse Trend ist weit und breit zu finden
und wirkt sehr unheilvoll, soweit man blickt:
er scheint Privatheit, family nur zu verkünden,
gesellschaftliche Aktion ist im Schwinden,
menschliche Mitverantwortung wird ganz geknickt.

Für die Sozialfürsorge gibt´s den Staat,
die kommunale Einrichtung, das Jugendamt -
Verwahrlosung, Gewalt – da werden grad
die dafür Zuständigen nur verdammt;
Zivilcourage scheint fast wie ein Trendverrat!

Dazu passt: wer übt noch sein Wahlrecht aus?
Die oberen tun ja doch, was ihnen passt!
Realsatire, über die man spaßt
und schimpft: Politiker sind doch ein Graus!
Und jeder weiß, wen man am besten schasst.

Die eigene Meinung ist ein seltenes Gut
und seltener noch, wer sie begründen kann.
Man fühlt sich sicher in der Medien Hut,
die ziehn in einen Einschaltquotenbann
und bieten bloß verwirrend Bilderflut.

Was Wunder, dass der Wertkonsens verschwindet:
ziehn Eltern, Lehrer noch am selben Strang?
Wer sich mit einem Partner heut verbindet -
egal, ob er real, ob virtuell sich findet -
der bleibt zusammen mit ihm nur Zeit lang,

doch vor dem Standesamt sich ja zu sagen,
zu stellen gar sich unter Gottes Segen,
zusammen dann zu bleiben auf den Wegen
des Schicksals und als Paar sich durchzuschlagen
und Kinder nicht als Armutsrisiko beklagen,

das ist das krasse Gegenteil von Trend,
der Lebensabschnittspartnerschaften kennt,
der Kinder eher ablehnt vehement
für eine Welt, die kriegerisch nur brennt
und preist das Vielfältig-Mobil-Talent.

Man sucht, wenn überhaupt, nach Religion,
die feste Regeln aufstellt was zu tun;
Gewissensfreiheit scheint nicht opportun,
weil sie Entscheidungsfreiheit fordert, schon
der bloße Druck sich zu entscheiden macht immun.

Gefährlich wird´s, schränkt Trend die Freiheit ein,
dass alles wünscht: gebt einem Macht allein,
der weiß wo’s langgeht, das wird besser sein
und kommt auch bill´ger als wenn viele reden rein! -
Wir haben’s doch erlebt: es ist ein schöner Schein!