Wahlmodus

Wenn alle frustrierten und unentschlossenen Wähler(innen) ihren Stimmzettel konsequent durchstreichen und abgeben würden, was wäre das für eine Sensation (wenn es dann hieße: Die Wahlbeteiligung lag bei 80%, 40% der Stimmen waren aber ungültig!)
Warum unterwerfen sich nicht die Kandidat(inn)en Regeln, die ihre Bodenhaftung und ihre Entscheidungsfreiheit fördern?
1. Kein Mandat sollte länger als zwei Wahlperioden dauern (das würde die Unabhängigkeit der Mandatsträger stärken!)
2. Die Wählbarkeit sollte abhängig gemacht werden von der Berufs- und Lebenserfahrung der Kandidat(inn)en (mindestens 10 Berufsjahre würden reine Parteikarrieren verhindern!)
3. Nur noch ein gemeinsamer Wahltermin im Land, im Bund und in Europa! (das würde den dauernden Wahlkampf, der heut vielfach die Arbeit der Politiker lähmt und zu uneinlösbaren Versprechungen verführt, verhindern!)

Betreuungsgeld?/Herdprämie?

Wann wird man in der Politik
und der veröffentlichten Meinung
aufhören zu polarisieren?

Weil die CSU in der Koalition
das Betreuungsgeld gefordert und durchgesetzt hat,
wobei es fraglich ist, ob es
die parlamentarischen Hürden übersteht,
kann es nur schwachsinnig und ewig gestrig sein?
Motto: was kann man von der bayrischen CSU
schon Gutes erwarten?

Wie lauten die Geschütze, die dagegen
in Stellung gebracht werden?
Eltern werden belohnt, wenn sie ihre Kinder
nicht in die KiTas schicken!
Soziale Kompetenzen werden verhindert!
Und vollkommen sicher scheint die Prognose:
Eltern mit Migrationshintergrund werden
natürlich das Geld wählen, was immer sie damit anstellen!

Was für ein Sammelsurium von
Misstrauen und Ideologie!
Offenbar ist nur die Einkind-Familie im Blick.
Geschwister sorgen auch und nachhaltig
für soziale Kompetenz!
Unbestreitbar gilt die Erkenntnis der Pädagogik:
Frühkindliche Entwicklung braucht
eine stabile Beziehung zu einer Betreuungsperson,
damit sich Urvertrauen und damit
Bindungsfähigkeit entwickeln kann!
KiTas können diese Stabilität der Bezugsperson
nicht gewährleisten!
Warum wird so getan, als seien die Eltern,
die solche finanzielle Unterstützung annehmen, arbeitsscheu?
Kein Medium klärt über die Risiken von Tagesmüttern
oder KiTas auf!!

Eine Familienförderung, die den Namen verdient,
und die das BVG schon lange anmahnt,
täte endlich not!

Brief an Ministerpräsident MacAllister

Lieber Herr MacAllister,

für die kommende Regierung, falls Sie wieder als Ministerpräsident bestätigt werden sollten, habe ich eine dringende Bitte.
Sie sollten ihren Innenminister auswechseln.
Wie jemand in der niedersächsischen Landesregierung mit CDU- Parteibuch so strikt nach Law and Order verfahren kann ohne Unterscheidung – wenn schon nicht nach dem christlichen Liebesgebot – nach menschlich-moralischen oder humanen oder wenigstens legitimen Beweggründen, das ist mir unbegreiflich!
Da muss doch ein CDU-Regierungschef  handeln, wenn das C in seinem Parteibuch für ihn noch eine Bedeutung hat!

Ein Minister, der sein Amt nutzt, um in Asylverfahren Familien auseinander zu reißen, “weil das Asylrecht dazu zwingt” – und das wiederholt – taugt nicht für eine CDU-geführte Landesregierung!
Nutzen Sie also bitte die kommende Landtagswahl in Niedersachsen und trennen sich von Herrn Schünemann! Und seien Sie bitte bei der Wahl seines Nachfolgers etwas vorsichtiger!

Dies erbittet und dankt für Ihr Verständnis
mit freundlichen Grüßen

Eberhard Ockel

viele statt alle?

Der Papst hat in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, aufgrund wünschenswerter Texttreue in den liturgischen Texten auf eine Änderung im Hochgebet gedrängt: das eucharistische Einsetzungswort “mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird…” soll künftig heißen: “mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird…”
Natürlich legt der Papst größten Wert darauf, dass eine solche Änderung am Sinn und der Absicht Jesu keinerlei Einschränkung beabsichtige, aber sein Vorstoß wirft Fragen auf:
woher weiß jemand, was Jesus im Abendmahlsaal zu seinen Jüngern wirklich gesagt hat? Alle biblischen Zeugnisse sind nachösterliche Deutungen, die sich längst an der Praxis der Urgemeinden orientieren.

Was treibt den Papst gerade jetzt zu seinem Vorstoß? Die Vermutung ist nicht unberechtigt, dass er den ultrakonservativen Piusbrüdern, die jede Änderung am traditionellen Ritus durch das Vaticanum II ablehnen, entgegenkommen möchte.
Gibt es wirklich nichts Wichtigeres in der deutschen katholischen Kirche als erneut Irritationen unter den immer weniger werdenden krchentreuen Gläubigen auszulösen?
Man kann den Bischöfen nur den dringenden Rat geben, sich weder in dieser Frage am Papst zu orientieren noch in der Frage eines neuen Gesangbuchs, das ja auch der Billigung durch den Vatikan bedarf, ehe es Ende 2013 erscheinen soll.
Stehen sie nicht im Dienst ihrer Diözesen und damit in der pastoralen Verantwortung? Und sind nicht die Einsetzungsworte der Eucharistie und das Liedgut zentrale Eckpfeiler der gottesdienstlichen Versammlungen?
Mit welcher Berechtigung mischt sich die Zentralbehörde der Katholischen Kirche in diese wirklich genuin der Deutschen Bischofskonferenz und ihrer Entscheidungsbefugnis gehörige Angelegenheit?
Wann besinnen sich die Oberhirten der deutschen Diözesen auf ihre sowohl vom Vaticanum II als auch vom CIC zugewiesene Leitungskompetenz? Was ist das für eine Kollegialität, wenn ein Bischof den Kurs bestimmt und alle nicken?

Träume zum Jahreswechsel

Träume dieser Art an Luther King erinnern,
der den Apartheidsmissstand energisch und feurig bekämpfte.
Mein Traum enthält das Ende vieler sozialer Probleme:
So lernen alle Menschen auf Erden Verantwortung haben;
Reiche von selbst ihre helfende Hand gegen Arme ausstrecken,
von ihrem Überfluss spenden zum Wohl der Nachbarn, die darben,
Institutionen auch stützen, die zum Wohle aller aktiv sind.

Träger von Amt und Mandat entdecken Verantwortung neu und
unterstützen gute Ideen, auch wenn sie vom “Gegner”
stammen, wirken parteiübergreifend zum Volkswohl zusammen.
Auch überdenken sie sehr genau Steuerausgaben,
halten Gemeineigentum genauso wie ihr privates.

Leistungsträger und Prominente benutzen ihr Image nur,
um auf Unrecht und Unterdrückung im In- und  im Ausland
hinzuweisen und Gerechtigkeit auch im Einzel-
fall zu fordern. Auch lehnen sie jede Bevorzugung ab und
fördern Kinder aus armen Familien in jeglicher Hinsicht.

Patenschaften entstehen, wo Ruheständler viel Zeit schenkt
Jugendlichen, denen keine Familie vergönnt ist.
Anerkennung und Wertschätzung Leistungsmotivation stützt,
wenn mit Vertrauen sich paart, was immer an Hilfe gebraucht wird.

Sparvorschläge der Politik betreffen die Reichen
stärker als Arme und Subventionen, die Reiche bereichern,
werden ersatzlos gestrichen. Auch gehn Mandatsträger künftig
mit gutem Beispiel voran und verzichten auf unangemess’ne
finanzielle Besserstellung auch nach dem Mandat noch.

Alle Menschen weltweit wachsen an Mitverantwortung!