Distichen/Elegien/Xenien aus der Corona-Zeit

Charakteristisch Distanz, deren Einhaltung streng kontrolliert wird,
machen die Sicherheit aus - Infektion Lächeln erlaubt!
Offenbar wirkt das derzeitige Chaos auch positiv: Jugend -
ehrenamtlich bemüht - sorgt für Gefährdete gleich.
Rundum rühren sich auch die Künstler der Musik, der Worte:
alle nutzen das Netz: Youtube und Twitter & Co.
Obwohl groß ist die Sorge, dass versprochene Hilfe nicht ankommt:
Kurzarbeit, längst schon erfleht, ist nicht zur rechten Zeit da.
Nimmt die Regierung doch Geld in die Hand, schwarze Null scheint vergessen!
Riesig die Summe der Schuld, übersteigt die von 2008.
Alle hoffen auf Zukunft: ein Weiter so darf es nicht geben!
Egoismus ade! Vor Ort und europa-weit!

Kooperieren im Kleinen und Großen, heißt jetzt die Devise;
Trump ist ein Gegenmodell: bitter sich Eitelkeit rächt.
Recht und Gerechtigkeit soll die Gesellschaft von jetzt an durchwirken;
was im Kleinen beginnt, setze sich weltweit auch fort.
Interesse fürs Wohl der Gemeinde - pandemieartig
breite sich aus in der Welt: Weltethos sei unser Ziel!
Schutz und Schirm, eine Güter-Verteilung zugunsten der Ärmsten
weltweit ist angesagt: unser Konsum ist's Problem!
Ehrgeizig sollten wir sein, eine lebenswerte Umgebung
schaffen wir nur durch Verzicht: drei Erden haben wir nicht!

Alle im selben Boot, aber noch viel sind im Wasser und paddeln...
wer die Verantwortung trägt? Jeder und jede von uns!