Ein Dauerproblem! Ein elegischer Zwischenruf

Lebenslang mit dem männlichen Vorurteil ärgerlich kämpfend:
Frauendienst ist nichts wert, gilt ja politisch auch nichts.
Trotzdem merkürdig scheint mir, dass Hausmänner gibt es so wenig;
nach der Hochzeit verschiebt regelhaft sich das Profil:
Beide haben doch sicher vor, nach dem Fest redlich zu teilen
Einer des anderen Last tragend - ja bis zum Tod! -
Bloß dass im Alltag sich immer mehr zeigt, für Haushaltsarbeiten
zeigt der Herr keine Lust, Vortritt der Dame gern lässt.
Sie auch meist fühlt verantwortlich sich, bemüht sich nach Kräften,
Unausgesprochener Pflicht nachzukommen alsbald.
Und geniert sich sogar vor Besuch, der etwa vorbeikommt,
wenn in der Wohnung etwa irgendwo Unordnung sei.
Ja, sogar wenn der Ehemann lässig gekleidet herumläuft,
sie womöglich fühlt Schuld, auch wenn es sein Problem nur.

Ist es nicht krank, wenn Nachbarinnen an Austausch der eignen
Kinder denken, denn Geld kriegt, wem die Kinder sind fremd.
Haushaltsarbeit und Kindererziehung sind brotlose Künste -
durch Jahrhunderte hat dieses Klischee sich bewahrt.

Bis heute lenkt diese Einstellung wirkmächtig Nachteil der Frauen,
statt das gesellschaftlich Ziel: Gleichstellung ehrlich zu wolln.
Auch die Mütterrente zu Lasten der Rentenversorgung
Ist ein Mogeleffekt, wo bleibt Solidarität?
Statt diese Schieflage weiter zu dulden, sollte entschlossen
Steuerlich ausgleichend und zusätzlich jeder bezahln.
Jeder vom Einkommen oder Vermögen oder Gewinn, dass
wer steuerpflichtig, der muss abgeben ein Prozent!

Nachbemerkung: Wann werd ich erleben, dass dieses Problem mal
nimmt sich vor 'ne Partei? - jedem vors Schienbein sie tritt.
Aber vielleicht das Bewusstsein sie schürt, dass verantwortlich alle
Fürs Miteinander wir sind, nicht bloß für sich nur allein!
Kinder bekommen können nun mal exklusiv nur die Frauen;
vielleicht schauen wir dabei auch auf die Kinder weltweit!