Geldräuber

Unser Herr Jesus erzählte das Gleichnis vom Samaritaner:
            der um den Nächsten sich sorgt, unter die Räuber gefall'n
Heute muss man das Gleichnis ganz anders erzählen und deshalb
            wie heut das Gleichnis erklärt Arbeit und Kapital.
Hört man in allen Meldungen, wie mit Aktienkäufen
            Geld wird locker verdient, ohne dass etwas man schafft.
Wenn Unternehmen Arbeiter kündigen, steigen die Kurse;
            denn Unternehmensgewinn nur nützt dem Aktionär.
Sauer verdient jeder Arbeitnehmer, was Streiks und Gewerkschaft
            Einkommenszuwächse schafft, meist es die Progression schluckt.
Scheint nicht naheliegend, dass hier Deutung des Gleichnis' sich findet?
            Raub zweifellos findet statt und ohne Arbeit Verdienst.
Räuber sind Steuerbehörden, Aktionäre und Banken,
            ihr Vorgehen bewirkt, dass sich das Geld stets vermehrt.
Allerdings werden dadurch viele Mitbürger sukzessiv ärmer,
            denn die Vermehrung des Gelds kommt nur den Reichen zugut.
Steuern auf Aktiengewinne werden von London blockiert und
            Steuerfrei bleibt Deutsche Bank, weil sie die "Schlupflöcher" nutzt.
Steuerzahler sind die Verbraucher, die Familien besonders,
            kaum reicht ein Einkommen noch, Zeit fehlt für Jahresausgleich.
Hunger weltweit von Kindern kontrastiert aus der Börse für Nahrung,
            woran der eine verdient, daran der andre krepiert.
Sollte nicht bald sich wieder Verantwortung zeigen, verbunden
            mit dem unleugbaren Wort: essbar ist niemals das Geld,
käuflich nicht Liebe, nicht Freundschaft, nicht Luft, nicht Wasser, Natur nicht, 
            auch Erinnerung nicht, die man so gerne oft fälscht.