Fastenzeitvorschläge

Es wäre schön, wenn jedermann ein bisschen Zeit erübrigen kann 

grad jetzt in der Vorosterzeit, wo man zu Gutem ist bereit,
kommt solch ein Anstoß ganz gelegen, man muss den Vorschlag nur auch mögen:

1. Viel Schulkinder gibt es, die kaum sich leistungsmäßig schaffen Raum,
und Nachhilfe, die kostet Geld, was meist den Eltern nicht gefällt.
Ein großer Teil der Kinder bleibt schulisch zurück, weil keiner treibt.
Dabei sind sie weiß Gott nicht dumm, das Sprachvermögen fehlt meist, drum
sie brauchten einen Wahlverwandten, ob "Opa", "Oma", "Onkel", "Tanten",
die sich persönlich darum kümmern, nen guten Schulabschluss zu zimmern.
Wenn man mal in ner Schule fragt, dann kriegt man schnell so'n Fall gesagt.

2. Kaum sind die Menschen heut bekannt mit Nachbarn, obwohl Wand an Wand
sie leben, kann's passieren, dass der eine Nachbar plötzlich blass
vor einem Schicksalsschlage steht, der andere braucht nen Freund, der rät,
und dritte haben Kind und Frau, bei denen herrscht täglich Radau;
's kommt sogar vor, dass nebenan ein Toter lange liegen kann,
bis die Geruchsbelästigung die Nachbarn schließlich bringt in Schwung.
Dagegen lässt sich etwas machen. Zwar solln nicht alle Menschen lachen,
aber die Nachbarn mal besuchen, das lässt sich als Erfolg verbuchen:
Man stellt sich vor als Nachbarschaft und bietet an spezielle Kraft -
ob schreiben, lesen oder sprechen, ob handwerklich Geschick zum Brechen,
zum Bauen oder Repariern - man soll die Hilfsbereitschaft spürn.
Wenn mal der Nachbar solches braucht, statt dass darob der Kopf ihm raucht,
kann er getrost zum Nachbarn gehen und die Problemlage gestehen.
So lernt man sich am Ende kennen und wird nicht bloß nen Gruß sich gönnen!

3. Wenn man zwar Zeit verschenken will, die Vorschläg aber findet Müll,
dann gibt's Vereine überall, die freuen sich auf jeden Fall,
wenn jemand sich zum Dienst anbietet und dafür nicht sein will vergütet.
Die Städte und jeglich Gemeinde, die schätzen ehrenamtlich Freunde:
So viele Menschen gibt's zurzeit, die leiden an der Einsamkeit,
sind aber eigentlich gesund, beweglich, geistig regsam und
nur fehlt der Anlass ihnen grad zu finden ihren richt'gen Pfad.

Die Osterzeit dazu bestimmt, dass jedermann und  -frau sich nimmt
als gute Tat vor, in Freizeit, für sozial Einsatzfähigkeit.