Anmerkungen zu L´Aquila

Die Kanzlerin geriert sich weltweit offen,
Ja, aufdringlich als Ökologie-Fan;
sie lässt fürs Weltklima das Beste hoffen,
jedoch: Gilt innenpolitisch ihr “Yes, we can”?

Da werden große Autos steuerlich gestützt -
Sie selbst macht davon ständigen Gebrauch -
denn die Berufs-Kraftfahrer werden so geschützt
und selbst die kleinste Uni nützt das auch.

Kein Mensch sieht ein Problem darin zu warten
im Auto und mit laufendem Motor,
doch ausmachen den Motor, neu zu starten
statt einfach Luft verpesten, kommt nicht vor!

Noch immer werden Raser-Autos konstruiert
und Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen,
die ist erlaubt, damit ein jeder spürt:
die BRD schreibt Rasen auf die Fahnen.

Die Energie-Sparwelle ist noch klein,
Klein auch Ideen von Nachhaltigkeit:
den Auto- und Strombossen leuchtets (noch nicht) ein,
und jeder setzt auf Profit und auf Zeit.

Dabei trifft Unwetter in voller Härte
und Überschwemmung immer häufiger ein,
und wo auch immer es das Land verheerte -
es trifft kaum die Verursacher – gemein!

Verödung und Verkarstung und Verwüstung
sind nur für arme Länder ein Problem:
Sie haben nicht die Technik und Ausrüstung
und leiden unter Geldmangel extrem.

Warum nur fehlt bei Reichen das Bewusstsein,
dass ihnen Reichtum eine Chance gibt
zum sozial handeln; doch ist eine Brust klein,
dann ist die teuere SchönheitsOP mehr beliebt.

Man könnte doch das Steuerprinzip ändern
und wie in Holland allen Wertbesitz
besteuern, und dies tun in allen Ländern,
dann wäre Kapitalflucht nichts mehr nütz.

Es mache jeder Staatsbürger Gebrauch
von seinem Wahlrecht, in der Wahlkabine
kann man den Wahlzettel durchstreichen auch,
wenn einem niemand wählbar hier erschiene.

Vielleicht kann mal ein Traum Wirklichkeit werden:
die Menschen schauen über´n Tellerrand
und äußern offen und weltweit Beschwerden,
doch nehmen Lösungen selbst friedlich in die Hand.