Mein Rundumschlag

(lässt sich auch auf Moritaten-/Bänkelsang-Melodie singen)

Seitdem Trump, der braune Hammel, ist gewählt zum Präsident
Steigt nun in der Welt der Bammel, dass die Kriegsgefahr nun brennt

Denn nur Scharfmacher besetzen - Ja-Sager - das Weiße Haus;
sie verbreiten nun Entsetzen, und Trump-Twitter wird zum Graus.

Makulatur sind Verträge, Wahrheit ist nur, was ihm passt;
und wenn es an ihm nur läge, würden Nein-Sager geschasst.

Er bestimmt, wer gut, wer böse, Länder, Menschen, alle gleich;
Vorgänger-Beschlüsse: Käse! Er bestimmt, denn er ist reich!

Jerusalem sei jetzt die Hauptstadt Israels, hat er verfügt;
Waffen liefern, Handel treiben darf, wer ihm zu Füßen liegt.

Wer mit Iran macht Geschäfte, wird mit Sanktionen bedroht;
hoffen wir, dass es gibt Kräfte, die verhindern sein Gebot.

Saudi Arabien Israel, sie springen ihm entschlossen bei,
ob Russland und China so schnell Ziele opfern für die Drei?

Näher kommen sich Korea, Nord und Süd im Kriegszustand,
ob es dient zu beider Frommen, darauf ist die Welt gespannt.

Trump und Kim Jong Un, die beiden, planen Gedankenaustausch,
doch nun scheint es, sehr bescheiden, nur ein kurzer Whisky-Rausch.

Syrien sehnt sich nach Frieden - sieben Jahre, stark zerstört -
wenige sind nur geblieben, Tausende, tot, man entbehrt;
Flüchtlinge man sperrt in Lager, weil man nicht mehr weiß, wohin
aggressiv werd'n's oder mager, denn im Warten liegt kein Sinn!

Hoffnung, so heißt die Devise in des Wechselbads Gefühl:
Möge die Korea-Krise enden - Frieden sei das Ziel!


 

Melodie: Jewenu Schalom alechem.../Wir bringen Frieden für alle...

Wenn jeder für sich nur handelt
sich niemals etwas verwandelt
nötig sind Offen-, Hilfs-Entschlossenheit und Toleranz, Wertschätzung jederzeit!

Wir alle sind Gottes Kinder und seiner Liebe Verkünder,
wenn wir nur alle Vorurteilsverzicht übten: liebten auch fremdes Gesicht.

Flüchtlings-Betreuer, -Pat*innen und Gastgeber und auch -innen,
ja sogar Wahlverwandte könn'n es sein, dass niemand mehr lebt für sich allein!

Ist wirklich denn hier die Frage: wie wird  man los "Flüchtlings-Plage"?
Sind Abschiebungen und Grenzsicherung die Lösung, die hält Wirtschaft in Schwung?

Wir sind mit schuld an dem Elend, wenn auch kein Mensch es anerkennt;
die Sachen, die EU loswerden will, vernichten Wirtschaft heimlich und still.

Wir kaufen ein möglichst billig, weil, was ich brauche, das will ich;
darum, wer für Textilienwo auf der Welt sich schindet, der kriegt zu wenig Geld.

Warum nur sind Geldvermehrer jährlich um Millionen schwerer
anstatt dass sie hier Steuern zahln sogleich - vom Spekulanten bis zum Scheich!    


 

Brief an die europäische Union

Geschätzter Herr Jean Claude Junker, geschätzte Damen und Herren Staatschefs der 27 Nationen der Europäischen Union!

Kein Zweifel: nach der Katastrophe im Atomkraftwerk in Fukushima in Japan kann kein Verantwortlicher und keine Verantwortliche Energiepolitik überwiegend mit  Atomstrom betreiben. Europaweit müsste ein Umdenken einsetzen. Da Sie alle gewählt sind, um Schaden von Ihrer Bevölkerung abzuwehren, sind Sie in besonderer Weise verantwortlich. Zwei drängende Fragen müssen gelöst werden, die von allerhöchster Dringlichkeit sind:

  1. an welcher Stelle lässt sich für die ungeheure Zeitspanne, in der radioaktiver Abfall gesundheitsgefährdend strahlen wird, ohne Gefahr für Leib und Leben europäischer Bürger, dieser Abfall dauerhaft lagern?  Weder hat anscheinend das Nachdenken darüber eingesetzt, noch finden europaweit die notwendigen geologischen Eignungsprüfungen statt. Vielmehr drängt sich dem Bürger der Eindruck auf, dass ihre Staatsoberhäupter dieses Problem durch Nichtstun zu lösen gedenken.
  2. wie und durch welche nachhaltigen Maßnahmen lässt sich der Energiebedarf der Zukunft ohne Schädigung von Menschen und Umwelt decken? Sollte nicht an erster Stelle ein sparsamer Umgang mit Energie stehen und jede Energiequelle, die schädliche Folgen hat wie die Kernenergie und die Kohleverstromung, langfristig ersetzt werden? Besteht nicht eine große Chance, alle 27 EU-Staaten auf ein langfristiges Konzept einzuschwören, wenn darüber lange und intensiv genug beraten wird? Wird nicht ein Staat unglaubwürdig, wenn er die Energiewende im Alleingang glaubt verwirklichen zu können? Und um wieviel unglaubwürdiger ist er, wenn er heute noch auf Atomenergie setzt und neue Atomkraftwerke baut?

Zu Ihnen als derzeit amtierender Vorsitzender habe ich großes Vertrauen. Gemeinsame Energiepolitik in Europa ist ein großes Ziel, das Ihrer würdig ist!

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche, glückliche und für Bürger und Umwelt segenreiche Entscheidungen!

Freundlich grüßt
Eberhard Ockel (im Mai 2018)


 

Hand- oder Kopf-Arbeit

Vom Kommunismus reicht bis heut ein Vorurteil:
Dass Arbeiter der Faust mehr wert als die durch Geist;
Zur Folge hat's, dass Geist-Produkt gilt wen'ger feil,
Dass Lehrerverdienst drum zu wenig Geld aufweist,
Dass Handwerkerverdienst schon ne geraume Weil'
Als Produktionsberuf durch Stundenlohn wird feist;
Indes, wer lehrt und forscht, in Schul' und Hochschul' kreist,
Für gering wird geacht't, Aufstiegschance ist nicht steil.
Im Osten der EU somit einhellig gilt:
Ob Polen, ob Ungarn ein einheitliches Bild:
Wer leben will und lehrt, wogegen Brecht sanft schilt,
Der kann nicht existiern und, was den Beutel füllt,
Zwingt zweiten, dritten Job, macht letztlich Menschen wild.
Nur Anerkennung mehr die Unruhe je stillt


 

Was macht den Wert des Menschen aus?

Angesichts der weltweiten Fluchtbewegungen und der nationalen Ängste ist die Frage mehr als berechtigt:
Ist es die Fahne, die ihn in eine staatliche Struktur einbindet?
Ist es der Ausweis, der Pass, der die nationale Zugehörigkeit bescheinigt?
Ist es die Geburtsurkunde, die Name und Ankunft auf der Erde besiegelt?
Ist es womöglich sein Kapital-Vermögen?
Ist es sein Outfit, seine Kleidung? Ist es sein Aussehen?
Was bleibt, wenn all dies verneint wird?
Wer kümmert sich um das Leben eines Menschen, der in seinem Land nicht mehr leben kann? Verfolgt wird? Massiv am Leben gehindert? Vom Tod bedroht?
Wer gewährt ihm Asyl?
Wer versteht ihn, hilft ihm und gewährt ihm neue Heimat?
Wer unterstützt ihn beim Bildungs- und Berufsweg, bis er auf eigenen Füßen steht?

Ist nicht jeder Mensch ein einmaliger Entwurf mit Talenten und Möglichkeiten?
Was kann er dafür, dass er unter bestimmten Bedingungen und Chancen so geworden ist? Was kann ich dafür?
Ist seine kulturelle Prägung nicht eine Chance in der Begegnung?
Welcher Reichtum erwächst mir in dieser Begegnung?

Muss die Sprache zur Barriere werden? Kann mir in der Begegnung nicht meine Sprache im Blick des anderen Menschen neu kostbar werden? Welche Möglichkeiten des Klangs und Ausdrucks bietet die fremde Sprache? Und meine im Vergleich?
Kann ich nicht ganz neue kreative Methoden zum Verstehen entwickeln?
Kann mir nicht der Kontakt zur Kultur des anderen zur Quelle werden?
Kann mir nicht dieser Einblick erst die eigene Kultur neu und kostbar aufscheinen lassen?
Ist der Andere/die Fremde nicht immer wieder Anfrage, Herausforderung?

Gehe ich auf den Anderen, den Fremden zu? Überwinde ich die eigene Scheu?
Stelle ich mich ihm entschlossen mit meiner Zeit zur Verfügung?
Was kann ich, was er braucht? Was habe ich, was ich teilen kann?
Bin ich bereit, meine Tür für ihn zu öffnen?
Bin ich bereit, Pate, Wahlverwandter zu sein - mit allen Risiken?
Bin ich bereit, Verantwortung, auch finanziell, für ihn zu übernehmen?

Wie reagiere ich auf abschätzige Bemerkungen über Flüchtlinge?
Erlebe ich sie wirklich als Schmarotzer? Als Armutsflüchtlinge?
Bin ich bereit, mir ein differenziertes Bild von Flüchtlingen und Fluchtursachen zu machen? Habe ich Angst, meine tiefverwurzelten Vorurteile zu hinterfragen?
Lasse ich Flüchtlinge überhaupt an mich heran? Gehe ich auf sie zu?