Atomwaffen ächten noch im Jahr 2020

Auf der Webseite von Pax Christi können Sie mehr über die Forderung zum Beitritt von Deutschland zum Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen lesen.

Der letzte Schrei

Kreuzfahrtschiffe: was gibt es Besseres für Urlaubsvergnügen?
   Was das Herz immer begehrt – nichts bleibt dem Wunsch hier versagt!
Dass man die Meere verdreckt und durch Landemanöver die Ziele,
   Nimmt gern in Kauf der Tourist, denn er hat ja bezahlt!
Umwelt- und Klimaverpestung, Vernichtung von Flora und Fauna –
   Damit wird immer gewarnt, doch das vergällt bloß den Spaß.
Kauft man sich doch zum Pauschalpreis in Freizeitpark ein gleich:
   Kino, Theater und Tanz, Nervenkitzel komplett!
Schaukeln auf Wellen und Stürme daneben – frei Haus geliefert,
   Kultur- und Natur-Denkmal weltweit eröffnet dem Blick.

Hauptsache: viel hat erlebt der eine, die andere auf Reisen –
   Reederei nur diktiert, was man geboten bekommt.
Hirnlose Spaß-Jägerei und alles auf Kosten der Umwelt –
   Wann wann denkt Mann/Frau drüber nach, ob und wozu man das braucht!

            (Angeregt durch: "Höllenritt auf hoher See", in Die ZEIT, Nr. 30/16. Juli 2020 , S. 24)

"Der letzte Schrei" lesen Sie auch hier. Weitere Texte zum Thema "Die Liebe in Zeiten von Corona" finden Sie im Publik-Forum.

Distichen/Elegien/Xenien aus der Corona-Zeit

Lehre aus extremer Zeit

Sonniges lockt uns hinaus und dennoch sind tot fast die Straßen,
Leben, gesellig und bunt, infektionshalber verdammt.
Kontrolliert wird die Maßregel streng, es drohen Bußgelder,
wenn gar jemand es wagt, nah beieinander zu stehn
gruppenweise sogar; ein Altenwohnheim besuchen
darf selbst Verwandtschaft nicht mehr, Risikogruppen, so heißt's,
seien zu schonen, das löst aus gewiss stille Tränen Betroff'ner
die als Gefangene fast in ihren Zimmern ausharr'n.
Tröpfchen, so heißt es, befördern die Ansteckung weiter und drum auch
braucht es den Abstand vom Mensch zu andern Menschen genau.
Schlangen, die warten auf Abfertigung, sie dehnen sich manchmal,
und man kauft gern ein Trikot, auf dem steht: bitte Abstand!
Willkommen neue Moral und Hilfsbereitschaft in der Breite:
Alte bestelln per Notruf, Junge beliefern sie gern.
Hoffentlich lernt die Regierung daraus: mit Gesundheit verdienen,
gar Fallprämien zahln, wie es derzeit geschieht,
führt, wie man sieht, zu Sparsamkeit bei den Gehältern, und sparen
heißt, wie die Wirtschaft uns lehrt: wegrationieren sofort!
Schwestern und Pfleger am Limit, das kann doch nur heißen:
ökonomisch ist nur, was bringt Geld dem Betrieb!
Konnte man staunend doch hören, die Eingriffe würden sich häufen,
doch es sei durchaus nicht klar, ob sie notwendig auch stets.
Darum fehlte die Zeit allenthalben, dem Mensch sich zu widmen!
Bitter rächt es sich jetzt, wo die Pandemie droht.
Umdenken heißt das Gebot der Stunde, dem Mitmensch soll gelten,
was wir denken und ihm und auch ihr gelte das Tun!
Überwiegend die Last dieser Wochen liegt mal wieder auf Frauen:
unwichtig gilt, was sie tun, schlecht bezahlt obendrein!
Hohe Zeit ist's, ich denke, dass Nachbarschaftsfürsorge Raum greift,
jeder und jede für sich nicht lebt und handelt und denkt.
Solidarität und Gemeinsinn, sie stützen die Demokratie pur,
Freiheit sie garantiert bloß, wenn diese Rücksicht einschließt.
Wertschätzung, Achtung für jeden und jede, auch geflüchteten Menschen,
Wahlverwandtschaft bietet an, wo findet Mensch sonst kaum Halt.
Weißt du, wer um dich rum lebt? Weißt du, wer ohne dich darbt?
Weißt du wo außer dem Heim Not herrscht, weil du konsumierst?
Lerntest du deinen ökologischen Fußabdruck kennen?
Wie reagierst du darauf? Brauchst du all das, was du kaufst?

Distichen/Elegien/Xenien aus der Corona-Zeit

Charakteristisch Distanz, deren Einhaltung streng kontrolliert wird,
machen die Sicherheit aus - Infektion Lächeln erlaubt!
Offenbar wirkt das derzeitige Chaos auch positiv: Jugend -
ehrenamtlich bemüht - sorgt für Gefährdete gleich.
Rundum rühren sich auch die Künstler der Musik, der Worte:
alle nutzen das Netz: Youtube und Twitter & Co.
Obwohl groß ist die Sorge, dass versprochene Hilfe nicht ankommt:
Kurzarbeit, längst schon erfleht, ist nicht zur rechten Zeit da.
Nimmt die Regierung doch Geld in die Hand, schwarze Null scheint vergessen!
Riesig die Summe der Schuld, übersteigt die von 2008.
Alle hoffen auf Zukunft: ein Weiter so darf es nicht geben!
Egoismus ade! Vor Ort und europa-weit!

Kooperieren im Kleinen und Großen, heißt jetzt die Devise;
Trump ist ein Gegenmodell: bitter sich Eitelkeit rächt.
Recht und Gerechtigkeit soll die Gesellschaft von jetzt an durchwirken;
was im Kleinen beginnt, setze sich weltweit auch fort.
Interesse fürs Wohl der Gemeinde - pandemieartig
breite sich aus in der Welt: Weltethos sei unser Ziel!
Schutz und Schirm, eine Güter-Verteilung zugunsten der Ärmsten
weltweit ist angesagt: unser Konsum ist's Problem!
Ehrgeizig sollten wir sein, eine lebenswerte Umgebung
schaffen wir nur durch Verzicht: drei Erden haben wir nicht!

Alle im selben Boot, aber noch viel sind im Wasser und paddeln...
wer die Verantwortung trägt? Jeder und jede von uns!

Gedanken zum Rezitationswettbewerb

Nach nunmehr 15 Veranstaltungen, an denen im Durchschnitt 10 Teilnehmer aus allen deutschsprachigen Ländern ihre sprechkünstlerische Fähigkeit in den Dienst deutscher Autoren stellten, haben die Sponsoren für die Preisgelder von 1000 € für den 1. Preis, 500 € für den 2. Preis, 300 € für den dritten Preis und 200 € für den Publikumspreis ihre Mitarbeit beendet. Die Resonanz - erkennbar an den Zuschauerzahlen - war sukzessive zurückgegangen. Der Rezitationswettbewerb, der 2020 zu Ehren von Paul Celans 100. Geburtsjahr in Visbek stattfinden sollte, muss sich daher neu orientieren.

Einer der Juroren, der Leiter des Centrums für Rhetorik und Kommunikation der Westf. Wilhelmsuniversität Münster Dr. Ortwin Lämke, will den Wettbewerb in Münster weiterführen, weil er in ihm eine wunderbare Motivation für literarische Bildung, Sprechkunst und künstlerische Sprechgestaltung sieht.

 

1 Zum Publikum

Sprechleistungen lassen sich zum einen anhand des medial veröffentlichten Publikumsgeschmacks beurteilen, zum anderen anhand der Maßstäbe, die z.B. der Text vorgibt. Das Publikum kennt in der Regel die vorgetragenen Texte nicht. Es ist im allgemeinen daran gewöhnt, dass es populäre, also durch Film oder Fernsehen bekannte Gesichter präsentiert bekommt und dass diese Vorstellung des Textes unter Einsatz des ganzen Körpers erfolgt. Dabei kann natürlich keine Rolle spielen, welche Gestalt der Text erhält, weil dem Sprecher als Textgestalter die volle Aufmerksamkeit gilt. Von Lutz Görner z.B. weiß ich, dass er sich Texte auch dem Publikum zuliebe zurechtmacht und vom Original abweicht, ohne die Abweichung kenntlich zu machen.

(z.B. heißt es in der Schillerballade „Die Teilung der Erde“

            Der König sperrt die Brücken und die Straßen

            Und spricht: „Der Zehente ist mein“

Daraus wird bei Görner ...“Zehn Prozent sind mein“).

 

2 Zur Textgestaltung

Die grundlegende Problematik von Schauspielern: Sie inszenieren Texte. Das ist sicherlich der richtige Zugang, wenn es sich um Theaterstücke handelt. Bei Erzählprosa gilt es, die unterschiedlichen Blickwinkel auf das Geschehen wahrzunehmen und entsprechend zu gestalten. Die schwierigste Aufgabe für sprecherische Gestaltung stellen Gedichte dar. Sie sind vom Autor meist sehr bewusst und eigenwillig in Sprache gesetzt und „formatiert“; aber gerade die Formatierung von Gedichten, z.B. Reime oder Zeilensprünge, werden von Schauspielern in der Regel systematisch übersprochen und vernachlässigt. (Das zeitweilig eingeführte Tagesgedicht im Deutschlandfunk bietet dazu reichlich An"hörungs"material.) Dazu kommt noch etwas: Gedichte folgen in der Regel einem durch Silben- und Akzentfolge vorgegebenen Rhythmus, der natürlich gerade durch das Sprechen hörbar gemacht werden sollte, aber oft der vermeintlich wichtigeren Dynamik des Textinhalts zum Opfer fällt, durch die Gestaltung des Schauspielers. Selbst berühmte Versdramen wie Lessings „Nathan der Weise“ oder Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“ oder „Amphitryon“ werden in ihrem spannungsreichen fließenden Rhythmus (Blankvers: fünfhebiger Jambus) schon lange nicht mehr hörbar gemacht, natürlich immer mit dem Argument, das entspreche nicht mehr heutigen modernen Auffassungen von theatralischer Wirkung. Goethes Faust und seine modernen Bühnenadaptierungen will ich gar nicht erwähnen.

Texte entwickeln ein Eigenleben: sie geben bestimmte Gedanken, Gefühle, Handlungen vor und provozieren im Leser-Sprecher Deutungen, die sich in Sprech- und Körperausdruck widerspiegeln. Das beginnt im Kleinen mit Hauptwörtern, die ggf. mit attributiven Eigenschaftswörtern bestimmte Vorstellungen hervorrufen, geht über zu wiederholenden Formulierungen, die eine bestimmte Steigerung nahelegen (bei wörtlichen Wiederholungen gilt es, die emotionale Differenz der wiederholten Ausdrücke zu erspüren) und endet bei schwach oder deutlich markierten Sichtweisen der handelnden Figuren oder bei der Verlebendigung oder Vermenschlichung eigentlich unlebendiger Dinge. Handelt es sich um Gedichte, dann sind sie entweder zu Strophen oder Abschnitten geordnet oder – generell – in „Flattersatz“ gedruckt: Jeder Laie erkennt Gedichte im Druck daran, dass ihre Zeilen nicht die volle Seite ausfüllen. Und weitverbreitet ist zudem das Klischee: Gedichte müssten sich reimen. Weniger auffällig ist eine Eigenschaft, die bei Kniereitern und Abzählreimen sofort hörbar wird: Gedichte sind meist so angeordnet, dass ihre Akzentfolge als rhythmisch empfunden wird. Sowohl den Rhythmus im Sprechen hörbar zu machen als auch die Zeilenenden durch Spannungspausen oder –zäsuren kenntlich zu machen und damit den Eindruck des Gedichts erheblich zu steigern, gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Rezitators. Wenn er aber über unterschiedliche rhythmische Traditionen von Gedichtformen keine Kenntnis hat, kann er diese Qualität von Gedichten auch nicht durch sein Sprechen verwirklichen.

 

3. Zur Sprecheraufgabe

Der Sprecher/Rezitator bildet gewissermaßen das Gefäß für den Text: dieser geht durch den Sprecher hindurch, stößt verwandte Assoziationen an und erinnert an eigene ähnliche Erlebnisse, Erfahrungen und Wahrnehmungen, die mit inneren Spannungen und Gefühlen in Verbindung stehen. Zunächst bedeutet das für die Gestaltung: der Sprecher modelt den Text zu seinem eigenen, ohne ihn im Sprachbestand zu verändern, ohne ihn artikulatorisch zu verkürzen, ohne die Formatvorlage (bei Gedichten) zu verändern. Er stellt ihn gleichwohl als Eigentum vor, was bedeutet, dass er ihn gleichsam aus sich heraus entstehen lässt. Das erfordert Zeit, also ein bestimmtes Tempo, das auch die Chance dafür erhöht, dass der Sprecher Wahrnehmungen, Gefühle und Spannungen mit dem Text sprecherisch zu realisieren vermag. Und dass Hörer*innen mitgenommen werden können. Der Sprecher hat natürlich ganz viel Freiheit für seine Gestaltung, weil Texte sicherlich unterschiedliche Lesarten nahelegen und auch dem gleichen Sprecher in unterschiedlichen Lebensphasen ganz unterschiedlich begegnen können. Auch eröffnet der gleiche Text in verschiedenen Sprechversuchen ganz unterschiedliche Qualitäten. Der Sprecher mag bei seiner Textbegegnung immer wieder neue Entdeckungen machen, die ihn zu neuen Sprechversuchen anregen.

Aber der Text bleibt immer derselbe: Er bietet eine bestimmte Klangstruktur und das immer gleiche Wortmaterial, das ja die Klangstruktur prägt und sowohl artikulatorische Ansprüche an den Sprecher stellt als auch ggf. rhythmische und ausdrucksabhängige. Wie dieses Material gestalterisch verarbeitet wird, wie es zu einem Gesamtkunstwerk zusammenwächst, ist Sache des Sprechers und auch seine Verantwortung. Denn nach meiner Überzeugung darf die Gestaltung nicht die eben erwähnte Grundausstattung des Textes vernachlässigen oder ignorieren, weil der Text z.B. für ein bestimmtes Stichwort, für ein bestimmtes Thema, für ein bestimmtes Publikum verzweckt wird. Anders gewendet: Der Text muss seine Ganzheit erkennbar behalten (auch wenn er auszugsweise gesprochen wird) und darf nicht als „Steinbruch“ für den Sprecher missbraucht werden.

Daraus ergeben sich Kriterien, die sich bei aufmerksamem Zuhören auch nachvollziehen lassen:

  1. Der Sprecher sollte über artikulatorische Prägnanz verfügen, um die Klanggestalt des Textes in seinem lautlichen Bestand ohne Einbuße durch Verschleifungen oder andere Veränderungen gegenüber dem Aussprachestandard zu verwirklichen
  2. Die Sprechgestalt sollte die Deutung des Textes durch den Sprechers hörbar machen.
  3. Der Sprecher sollte Rhythmus, Metrum, Formatierung des von ihm gewählten Textes sprecherisch nachvollziehen.
  4. Den Hörern sollte ein vom Sprecher intendiertes Mit- und Nacherleben des Textes möglich gemacht werden.


4  Zur Tradition

Vortragen von Texten hat als Kunstgattung im 18. Jahrhundert seinen Ausgangspunkt genommen, angestoßen durch die Epoche des Sturm und Drang. Besonders herausragende Rezitatoren oder Dichtersprecher waren Ludwig Tieck; von Kleist ist überliefert, dass er Unterricht im Deklamieren genommen hat, um seine Publikumswirksamkeit zu stärken.

Klaus Kinsky dürfte für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ähnlich bekannt geworden sein. Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es die reisenden Vortragskünstler in Schulen, die den Schülern mit wechselndem Erfolg Balladen, Gedichte oder sogar ganze Schauspiele nahebrachten und durch ihre Ausdruckskunst sicher auch bei einigen Schülern Nähe zu Literatur grundlegten. Ich habe selbst mehrere solcher Künstler erlebt und ich erinnere mich an den nachhaltigen Eindruck auf mich.

 

5  Zielsetzung des Wettbewerbs

Dieser deutschland- - und wohl auch europaweit - einmalige Wettbewerb, der durch meine Initiative angestoßen wurde und sich mittlerweile beim sprechkünstlerischen Nachwuchs internationaler Aufmerksamkeit erfreut, begann bescheiden mit einem Matthias Claudius-Rezitationswettbewerb 1990 (noch mit sehr viel bescheideneren Mitteln) und gipfelte in dem Friedrich Schiller- Rezitationswettbewerb 2005 (zum 200.Todesjahr) - der erstmals in einen Vortragsabend und eine feierliche Preisverleihung mündete;
es folgten die Autoren Heinrich Heine 2006 (zum 150. Todesjahr) in Visbek,
Joseph von Eichendorff 2007 (zum 150. Todesjahr) in Vechta,
Wilhelm Busch 2008 (zum 100. Todesjahr) in Visbek,
Joachim Ringelnatz 2009 (zum 75. Todesjahr) in Vechta,
Kurt Tucholsky 2010 (zum 75. Todesjahr) in Visbek,
Heinrich von Kleist 2011(zum 200. Todesjahr) in Vechta,
Bertolt Brecht 2012 in Visbek,
Georg Büchner 2013, der Namensgeber des bedeutendesten deutschen Literaturpreises (zum 200. Geburtstag) in Vechta,
Christian Morgenstern 2014 (zum 100. Todesjahr) in Visbek,
Michael Ende 2015 (zum 20. Todesjahr) in Vechta und
Gerhart Hauptmann 2016 (zum 70. Todesjahr) in Visbek. Abwechselnd in Visbek und Vechta findet der Wettbewerb seit 2007 statt. Am 25. 11. 2017 würdigt der Rezitationswettbewerb in Vechta Robert Gernhardt aus Anlass seines 80. Geburtstags. 2018 ist Kurt Schwitters, der Ehrenburger Hannovers zu seinem 70. Todesjahr als Autor in Visbek gewählt. 2019 ehrt der Wettbewerb Else Lasker Schüler im Metropol-Theater in Vechta zu ihrem 150. Geburtsjahr.
Der jährlich erscheinende Literaturkalender bei Reclam unterstützt die Autorensuche. Mit Unterstützung der Veranstalter betreibe ich die Organisation.

In die engere Wahl kommen immer deutsche Autoren, die ein breites Spektrum von attraktiven Texten aufweisen, möglichst in allen Gattungen präsent sind und in dem Jahr der Veranstaltung ein Jubiläum begehen. Einzige Ausnahme: das Jahr 2012, in dem ich mich weder für Friedrich Rückert noch für Karl May entscheiden mochte.
Meine Absicht dabei ist, jungen begabten und ambitionierten Sprechern ein Forum zu verschaffen, um sich als Sprechkünstler zu bewähren (angesprochen sind Sprechlehrer, Sprecherzieher und Schauspieler) und eine zu Unrecht vernachlässigte Tradition wiederzubeleben. Daher ist es mir auch wichtig, nur deutsche Autoren und keine Übersetzungen zur Grundlage zu machen, um ggf. ausländischen Deutschsprechern deutsche Autoren nahezubringen. Beim Kleistwettbewerb 2011 war ein Team des NDR-Fernsehens zu Gast, das mit einem kurzen Ausschnitt bereits am Sonntag den 20. 11. 2011 in Hallo Niedersachsen zu sehen war.

 

Bei der Auswahl der Preisträger unterstützen mich in der Jury:
Dr. Ortwin Lämke, Westf. Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Annegret Müller, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (dauerhaft für die erkrankte Sabine Seggelke von der Folkwang-Hochschule Essen)
Prof. Dr. Baldur Neuber, Universität Halle-Wittenberg und
Christian Zündel, Fachschule für Atem und Stimme Schlaffhorst-Andersen Bad Nenndorf