Frauen-Emanzipation

Ich bin ein unverbesserlicher Feminist,
und weil mancher Macho um mich ist,
so halte ich's für meine Pflicht,
heut zu verfassen dies Gedicht.
Zwar ist der 8. März vorbei -
auch als der Frauentag bekannt -
doch manche Frau denkt nur mal frei,
ihr Körper ist an ihn gebannt.
Vergleichbar mit dem Lustobjekt,
das sonst im Puff gemeinhin steckt.
Schlimm, schlimmer noch, wird sie beschnitten:
beim Kind die Klitoris entfernt
aus wahnwitzigen Stammessitten,
damit sie ja nie Lust erlernt!
Und weitverbreitet Traditionen
bestimmen, wer wen ehelicht;
hier kann doch nur die Liebe lohnen,
wenn einmal Herz zum Herzen spricht.
Nur autonome Menschen halten
die Partnerschaft durch bis zum Tod;
die Liebe kann sich so entfalten,
vielleicht gesegnet auch von Gott?
Er hat uns Menschen frei geschaffen,
nicht Frau, nicht Mann sind untertan;
der Stärkste regiert bei den Affen!
Gott-Ebenbild, von Geburt an,
und sich der Würde rühmen kann
allein der Mensch, so Frau,so Mann:
das gilt, egal wie's regelt mancher Clan.

(inspiriert durch: https://www.youtube.com/watch?v=Xt5K5S6lpoc)

Wehrpflicht: Reform zum Besseren!

Was uns Karl Theodor eingebrockt -       
Eigentlich richtiger verbockt -                    
Hat Ursula mit Recht geschockt.            
Rüstung hat sie erst angelockt;              
Prüfung der Bundeswehr ergibt:           
Freiwill'ge/r Abenteuer liebt.                    
Leicht findet nicht man kompetente,       
Indes auch kaum Intelligente -             
Chance bietet eine Rückkehr nur:          
Heilmittel wär's für Gender pur,            
Tatkraft, Verantwortungskultur!           

Reform grad 2017 passt:
Ein Schub wär's für Mächen und Jungen!
Aktionsangebot - eine leichte Last,
Krise nach Abschluss bezwungen:
Tatkräftig streben nach einem Ziel; 
Immer bedeutet's Verantwortung viel.
Vor allem der Bürger in Uniform
Im Dienste des Landes ist wichtig enorm.
Er oder sie hat wieder die Wahl:
Reiz beim Bund/Verweigern erstmal; 
Teilnimmt jedenfalls keine kleine Zahl!

Endlich hätten die sozialen Einrichtungen Personen,
jugendlichen Alters, egal, ob Jungen ob Mädchen.
Denen wäre die Frage erleichtert: was kommt nach dem Abschluss?
Jeder müsste entscheiden sich wieder, ob Dienst oder Zivi,
und die Bewerberzahl für Spezialaufgaben wär größer.
Aussieben könnte man besser die braunen Gesellen, die jetzt drohn
mit ihrem Selbstlob, der Fremdenverachtung dem Bund sehr zu schaden.
Nie hätte jemals man Sorgen mit qualifizierendem Nachwuchs;
reichlich wär "Nachschub" vorhanden, Gewährleistung Nato perfekt gar.

Mein Rundumschlag

(lässt sich auch auf Moritaten-/Bänkelsang-Melodie singen; auch: Eine Seefahrt, die ist lustig...) 

Seitdem Trump, der braune Hammel, ist gewählt zum Präsident
Steigt nun in der Welt der Bammel, dass die Kriegsgefahr nun brennt

Denn nur Scharfmacher besetzen - Ja-Sager - das Weiße Haus;
sie verbreiten nun Entsetzen, und Trump-Twitter wird zum Graus.

Makulatur sind Verträge, Wahrheit ist nur, was ihm passt;
und wenn es an ihm nur läge, würden Nein-Sager geschasst.

Er bestimmt, wer gut, wer böse, Länder, Menschen, alle gleich;
Vorgänger-Beschlüsse: Käse! Er bestimmt, denn er ist reich!

Jerusalem sei jetzt die Hauptstadt Israels, hat er verfügt;
Waffen liefern, Handel treiben darf, wer ihm zu Füßen liegt.

Wer mit Iran macht Geschäfte, wird mit Sanktionen bedroht;
hoffen wir, dass es gibt Kräfte, die verhindern sein Gebot.

Saudi Arabien Israel, sie springen ihm entschlossen bei,
ob Russland und China so schnell Ziele opfern für die Drei?

Näher kommen sich Korea, Nord und Süd im Kriegszustand,
ob es dient zu beider Frommen, darauf ist die Welt gespannt.

Trump und Kim Jong Un, die beiden, planen Gedankenaustausch,
doch nun scheint es, sehr bescheiden, nur ein kurzer Whisky-Rausch.

Syrien sehnt sich nach Frieden - sieben Jahre, stark zerstört -
wenige sind nur geblieben, Tausende, tot, man entbehrt;
Flüchtlinge man sperrt in Lager, weil man nicht mehr weiß, wohin
aggressiv werd'n's oder mager, denn im Warten liegt kein Sinn!

Hoffnung, so heißt die Devise in des Wechselbads Gefühl:
Möge die Korea-Krise enden - Frieden sei das Ziel!


 

Melodie: Jewenu Schalom alechem.../Wir bringen Frieden für alle...

Wenn jeder für sich nur handelt
sich niemals etwas verwandelt
nötig sind Offen-, Hilfs-Entschlossenheit und Toleranz, Wertschätzung jederzeit!

Wir alle sind Gottes Kinder und seiner Liebe Verkünder,
wenn wir nur alle Vorurteilsverzicht übten: liebten auch fremdes Gesicht.

Flüchtlings-Betreuer, -Pat*innen und Gastgeber und auch -innen,
ja sogar Wahlverwandte könn'n es sein, dass niemand mehr lebt für sich allein!

Ist wirklich denn hier die Frage: wie wird  man los "Flüchtlings-Plage"?
Sind Abschiebungen und Grenzsicherung die Lösung, die hält Wirtschaft in Schwung?

Wir sind mit schuld an dem Elend, wenn auch kein Mensch es anerkennt;
die Sachen, die EU loswerden will, vernichten Wirtschaft heimlich und still.

Wir kaufen ein möglichst billig, weil, was ich brauche, das will ich;
darum, wer für Textilienwo auf der Welt sich schindet, der kriegt zu wenig Geld.

Warum nur sind Geldvermehrer jährlich um Millionen schwerer
anstatt dass sie hier Steuern zahln sogleich - vom Spekulanten bis zum Scheich!    


 

Brief an die europäische Union

Geschätzter Herr Jean Claude Junker, geschätzte Damen und Herren Staatschefs der 27 Nationen der Europäischen Union!

Kein Zweifel: nach der Katastrophe im Atomkraftwerk in Fukushima in Japan kann kein Verantwortlicher und keine Verantwortliche Energiepolitik überwiegend mit  Atomstrom betreiben. Europaweit müsste ein Umdenken einsetzen. Da Sie alle gewählt sind, um Schaden von Ihrer Bevölkerung abzuwehren, sind Sie in besonderer Weise verantwortlich. Zwei drängende Fragen müssen gelöst werden, die von allerhöchster Dringlichkeit sind:

  1. an welcher Stelle lässt sich für die ungeheure Zeitspanne, in der radioaktiver Abfall gesundheitsgefährdend strahlen wird, ohne Gefahr für Leib und Leben europäischer Bürger, dieser Abfall dauerhaft lagern?  Weder hat anscheinend das Nachdenken darüber eingesetzt, noch finden europaweit die notwendigen geologischen Eignungsprüfungen statt. Vielmehr drängt sich dem Bürger der Eindruck auf, dass ihre Staatsoberhäupter dieses Problem durch Nichtstun zu lösen gedenken.
  2. wie und durch welche nachhaltigen Maßnahmen lässt sich der Energiebedarf der Zukunft ohne Schädigung von Menschen und Umwelt decken? Sollte nicht an erster Stelle ein sparsamer Umgang mit Energie stehen und jede Energiequelle, die schädliche Folgen hat wie die Kernenergie und die Kohleverstromung, langfristig ersetzt werden? Besteht nicht eine große Chance, alle 27 EU-Staaten auf ein langfristiges Konzept einzuschwören, wenn darüber lange und intensiv genug beraten wird? Wird nicht ein Staat unglaubwürdig, wenn er die Energiewende im Alleingang glaubt verwirklichen zu können? Und um wieviel unglaubwürdiger ist er, wenn er heute noch auf Atomenergie setzt und neue Atomkraftwerke baut?

Zu Ihnen als derzeit amtierender Vorsitzender habe ich großes Vertrauen. Gemeinsame Energiepolitik in Europa ist ein großes Ziel, das Ihrer würdig ist!

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche, glückliche und für Bürger und Umwelt segenreiche Entscheidungen!

Freundlich grüßt
Eberhard Ockel (im Mai 2018)